Rauschbeere

Vaccinium uliginosum

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Typische Merkmale:
Die Rauschbeere ist eine aufrechte, 15–30 cm hohe, mehrjährige Strauchpflanze. Der Stängel der Pflanze ist bräunlich, verholzt und verzweigt sich am Wurzelende. Die Blätter sind verkehrt-eiförmig, ganzrandig, stumpf bis leicht zugespitzt und fallen im Winter ab. An der Oberseite sind die Blätter grau- bis blaugrün und an der Unterseite hellgrün. Die Blüten stehen zu ein bis dreien in endständigen Trauben. Die Rauschbeere blüht von Mai bis Juni und trägt weiße oder rötliche Blüten. Die mit einer Wachsschicht bedeckte Frucht ist 8–12 mm groß, kugel- oder eiförmig und manchmal etwas kantig. Von außen ist sie grau-blau, von innen hell. Das Fruchtfleisch ist saftig und vom Geschmack her mild.

Standorte:
Die Rauschbeere wächst an feuchten Standorten. Sie ist ein Sumpfstrauch und vor allem in Kiefernmooren sowie auf Torfmooskuppen in Fichtenmooren und Letto-Mooren (Niedermoortyp) zu Hause. Besonders reich an Beeren sind Rauschbeerensträucher in versumpfenden Heidewäldern und in Uferwäldern von Heidegebieten. In Lappland fühlt sich die Rauschbeere in trockeneren Regionen wohl, sodass man sie im Norden Finnlands auch in Heidewäldern und Fjällheiden antreffen kann.

Ernteperiode:
Die Rauschbeere blüht spät, ungefähr zur Blütezeit der Preiselbeere. Rauschbeeren können auch in solchen Jahren Beeren tragen, in denen die Blüten der Heidelbeere erfrieren. Die Blätter von Rauschbeeren, die in geschützt gelegenen Uferwäldern wachsen, erfrieren nur selten. Die Sammelzeit der Rauschbeere ist etwa einen halben Monat später als die der Heidelbeere, sodass sie im August reif zum Pflücken ist. Die besten Ernteerträge werden in Waldlappland erzielt.

Nährwert:
Die Rauschbeere ist reich an natürlichen blauen Farbstoffen (Anthocyane) sowie Flavonolen wie Quercetin und Myricetin.

Verwendung:
Rauschbeeren können pur gegessen werden. Sie können auch Breien zugegeben oder zu Suppe oder Saft verarbeitet werden. Zur Aufbewahrung werden sie eingefroren, getrocknet oder zu Kompott oder Saft eingekocht. Die mild schmeckenden Beeren können auch zusammen mit anderen aromatischeren Beeren verarbeitet werden.

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