Preiselbeere

Vaccinium vitis-idaea

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Typische Merkmale:
Die Preiselbeere ist eine aufrechte oder aufsteigende, 5–30 cm hohe, mehrjährige Strauchpflanze. Ihre Stängel sind verholzt und haarig. Die wachsbeschichteten Blätter der Preiselbeere überwintern. Sie sind oval, an der Oberseite grün und an der Unterseite hellgrün. Die Preiselbeere blüht von Juni bis Juli. Die 5–8 mm lange, krugförmige Blumenkrone ist weiß oder rötlich. Die Blüten befinden sich in dichten Zweigtrauben oben am Stängel. Die säuerlich schmeckende rote Beere ist kugelförmig und hat eine saftige Frucht.

Standorte:
Die Preiselbeere wächst in ganz Finnland. Sie ist die am meisten verbreitete Strauchpflanze in der Bodenvegetation der finnischen Wälder. Typische Standorte sind trockene, halbtrockene oder frische Heidewälder. Auch in Kiefernmooren, laubwaldartigen Wäldern, Fichtenmoorwäldern, auf Felsen, Fjällheiden und an Feldrainen kann man sie antreffen.

Ernteperiode:
Im Vergleich zu anderen Wildbeeren ist die Preiselbeere am ertragreichsten. Die Ernte ist sicherer als die der Heidelbeere, da die Preiselbeere einige Wochen später blüht. Zu dieser Zeit ist das Wetter beständiger und die Anzahl der Bestäuber höher. Am meisten Preiselbeeren werden dort geerntet, wo keine Baumkronen ihren Schatten auf die Pflanzen werfen. Die ertragreichsten Preiselbeerbestände finden sich häufig auf aufgelichteten Flächen, die nach einem Räumungshieb verbleiben, oder unter Samenbäumen. An den besten Beerenstandorten kann der Hektarertrag 100-500 kg betragen. Die beste Erntezeit der Preiselbeere ist die Zeit von Ende August bis Anfang Oktober.

Nährwert:
Die Preiselbeere enthält beträchtliche Mengen an Vitamin E. Ihr Vitamin-C-Gehalt ist im Vergleich zu allen anderen Wildbeeren am niedrigsten. Die Beere ist besonders reich an Mangan, sie ist außerdem eine gute Quelle für Ballaststoffe. In der Preiselbeere finden sich verschiedene Polyphenole, deren gesundheitliche Wirkungen vielfach untersucht worden sind. Die Beere enthält u. a. Lignane, Proanthocyanidine und Resveratrol. Die Resveratrolmenge ist bei der Preiselbeere ebenso hoch wie bei dem Rohstoff des Rotweins, der blauen Weinbeere.

Verwendung:
Die Preiselbeere dient traditionell als Beilage zu Wildgerichten. Sie kann für Beerensuppen, Breie, Ofengerichte, Backwaren und Säfte verwendet werden. Zur Aufbewahrung wird die Beere eingefroren, püriert oder zu Gelee bzw. Kompott verarbeitet. Preiselbeeren enthalten von Natur aus konservierende Benzoesäure, sodass sie sich gut gekühlt in roh püriertem Zustand oder in Wasser aufbewahren lassen. Nach dem Nachtfrost gepflückte Preiselbeeren eignen sich zur Herstellung von Säften.

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