Heidelbeere

Vaccinium myrtillus

mustikka.jpg

Typische Merkmale:
Die Heidelbeere oder Blaubeere ist ein aufrechter, 10–30 cm hoher Strauch mit kantigen und grünen Stängeln. Die Blätter sind oval bis elliptisch und weisen einen Sägezahnrand auf. Die Heidelbeere blüht zwischen Mai und Juli und verliert im Winter ihre Blätter. Die rosafarbenen Blüten sind glockenförmig und wachsen einzeln in den Blattachseln. Die von innen und außen dunkelblaue Beere ist kugelförmig und mit einer Wachsschicht bedeckt, die man als Reif bezeichnet. Die Beeren können auch schwarz und glänzend sein. In diesem Falle sind sie nicht bereift.

Standorte:
Die Heidelbeere wächst in ganz Finnland und ist typischerweise in Nadelwäldern zu finden. Der Heidelbergstrauch kann bis zu 30 Jahre alt werden. In Südfinnland wächst die Heidelbeere besonders in laubwaldartigen, frischen oder halbtrockenen Heidewäldern. In Nordfinnland ist die Heidelbeere in etwas trockeneren und kargeren Heidegebieten anzutreffen. Die Beere fühlt sich an schattigen Orten wohl, die nicht unter direkter Sonneneinstrahlung stehen. An Nordhängen, Uferböschungen von Waldtümpeln und Randregionen von Abholzgebieten lohnt es sich besonders, nach Heidelbeeren zu suchen.

Ernteperiode:
Die beste Erntezeit der Heidelbeere ist von Juli bis Anfang September. Am höchsten ist der Ertrag etwa zwei Wochen, nachdem die Beeren dunkelblau geworden sind. Nachtfrost während der Blütezeit kann die Heidelbeerernte beeinträchtigen. Die Anzahl an Bestäubern hat einen entscheidenden Anteil auf den Umfang der Ernte. Bei kühleren Temperaturen zu Beginn des Sommers fliegen die Insekten nicht und es findet keine Bestäubung statt. Damit die Heidelbeersträucher im Winter von Frostschäden verschont bleiben und zur Erntezeit Beeren tragen, benötigen sie zu ihrem Schutz eine Schneedecke.

Nährwert:
Die Heidelbeere enthält die Vitamine C und E. Außerdem ist die Heidelbeere eine gute Quelle für Ballaststoffe. Ihr besonderer Trumpf sind jedoch die in ihr enthaltenen Anthocyanverbindungen, deren Anteile bei der Wildheidelbeere bis zu viermal höher sind als bei der angepflanzten Gartenheidelbeere. Das blaue Fruchtfleisch der Wildheidelbeere ist voll von natürlichen Anthocyanen, die der Beere ihre blaue Färbung geben, das Fruchtfleisch der Gartenheidelbeere dagegen ist von innen heller.

Verwendung:
Die Heidelbeere eignet sich als Rohstoff u. a. für Beerensuppen, Backwaren, Milchmixgetränke, Breie und Säfte. Zur Aufbewahrung wird die Beere eingefroren, getrocknet, püriert oder zu Saft und Kompott eingekocht. In der Lebensmittelindustrie werden Heidelbeeren zur Herstellung von Säften, Kompotten, Saftkonzentraten, Trockenbeeren, Beerenpulvern sowie Getreide- und Molkereiprodukten verwendet.

arcticbilberry.fi

mustikankukat.jpg

mustikanpoiminta.jpg

Die beste Erntezeit der Heidelbeere ist von Juli bis Anfang September.